Pilotpfarre Herz-Jesu

Den Glauben erneuern – als Pfarre wachsen! Seit Jänner 2016 sind 5 Pfarrverbände und 2 Pfarren gemeinsam für drei Jahre als Pilotpfarren unterwegs. Alle, besonders jene, die selten Kontakt mit der Kirche haben, sollen eine lebensnahe und begeisternde Pfarre erleben. Auch die Pfarre Herz Jesu ist eine dieser Pilotpfarren.

Papst Franziskus ermutigt uns Christen dazu, aufzubrechen und hinauszugehen, „um allen  das Leben Jesu Christi anzubieten“ (EG 49). Er ermutigt uns, Neues zu wagen, nicht nur in den bestehenden Strukturen zu arbeiten, sondern darüber nachzudenken, wie eine Verkündigung der Botschaft Jesu Christi in unserer Zeit und in den gegenwärtigen Herausforderungen gelingen kann. Diesem Anliegen wollen die Pilotpfarren in ihrer Neuausrichtung nachgehen.

Inspiriert wird der inhaltliche Prozess des Projektes von der Heiligen Schrift, von „Evangelii Gaudium“ (Papst Franziskus), von der „Natürlichen Gemeindeentwicklung“ (Christian Schwarz) und den Erfahrungen einer wachsenden Pfarrgemeinde in Baltimore, USA (Catholic church of Nativity).

Folgende Vision soll uns auf diesem Weg prägen:

  • Ausrichtung auf Jesus als Mitte von allem
  • Konsequente Öffnung für die Menschen unserer Zeit
  • Das Evangelium in neuer Weise verkünden
  • Als lebendiger Leib Christi wachsen

Inhaltliche Vorgehensweise

In den beteiligten Pfarren/Pfarrverbänden haben sich Kernteams gebildet, welche an insgesamt 8-10 Seminarwochenenden teilnehmen werden. Zum Kernteam in Herz Jesu gehören Anton Schett, Marcel Wuwer, Wolfgang Perner, Pfarrer Matthias Keil, PA Irmgard Wünscher-Dringel, Johannes Zebedin und PA Waltraud Salzger. Neu gewonnene Einsichten aus diesen Wochenenden sollen dann Schritt für Schritt, je nach den individuellen Möglichkeiten der einzelnen Pilotpfarren, umgesetzt werden. Dabei ist die Beteiligung, die Mitarbeit und das Mittragen des Prozesses von vielen in Herz Jesu eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen dieses Pilotprojektes in der Pfarre.

Inhaltlich geht es – ausgehend von der oben genannten Vision – um acht sog. „Qualitätsfaktoren“, die aus den Erkenntnissen der „Natürlichen Gemeindeentwicklung“ hervorgegangen sind und welche ausschlaggebend dafür waren, dass Pfarrgemeinden gewachsen sind. Diese acht Themenbereiche sind folgende:

  • „Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen“: Können sich die Menschen mit ihren Begabungen einbringen? Wissen sie darüber Bescheid, welche besonderen Gaben sie von Gott geschenkt bekommen haben?
  • „Gottesdienste“: Feiern wir Gottesdienste, in denen Mitfeiernde „berührt“ werden? Kehren Menschen bestärkt und erfüllt mit der Freude des Evangeliums in ihren Alltag zurück?
  • „Spiritualität“: Die christliche Spiritualität ist sehr vielfältig und bunt. Dieses Thema beschäftigt sich mit der Frage, ob wir Christen unser Glauben mit Hingabe, mit Feuer, mit Begeisterung leben und ausdrücken?
  • „bevollmächtigende Leitung“: Diese Art zu leiten bedeutet, dass Leiter die MitarbeiterInnen befähigen, unterstützen und motivieren. Der Leitungsstil ist beziehungsorientiert, partnerschaftlich und personenbezogen.
  • „zweckmäßige Strukturen“: Erfüllen die Strukturen ihre Aufgabe, ihren Zweck? Sind unsere Strukturen lebensfördernd, schaffen sie kreative Freiräume?
  • „Kleingruppen“: Gibt es Orte des Austausches, an denen Menschen ihre Lebenswirklichkeit, ihren Alltag und ihren Glauben bzw. ihr Zweifeln mit anderen teilen können?
  • „Beziehungen“: Vielfältige Beziehungen verbinden die vielen MitarbeiterInnen in der Pfarre. Die christliche Botschaft wird dadurch glaubwürdig, wenn in diesen Beziehungen christliche Liebe konkret spürbar wird.
  • „Evangelisation“: Können wir das Evangelium auf eine Art und Weise weitergeben, die die Fragen und Bedürfnisse von Menschen, die dem christlichen Glauben fern stehen, ernst nimmt?

Begleitet werden die Pilotpfarren von einer diözesanen Projektgruppe. Zu dieser gehören Hermann Glettler, Georg Plank, Sabine Petritsch, Kurt Schauer, Thomas Bäckenberger, Walter Schreiber und Waltraud Salzger.

Teilnehmende Pfarren/Pfarrverbände

Pfarre Graz-Herz Jesu, Pfarre Fohnsdorf, PV Graz St. Andrä – Graz-Karlau, PV Birkfeld – Koglhof, PV Graz-Hl. SchutzengelGraz-Christkönig, PV Ilz – Großwilfersdorf  – Hainersdorf – Ottendorf, PV St. Josef/ Weststeiermark – St. Stefan ob Stainz.

Information – Möglichkeit zur Mitarbeit in Graz-Herz Jesu – Einbringen von Ideen:

In bestimmten Abständen wird es eine schriftliche Information zum Verlauf des Projektes geben. Ebenso ist es auch bei geringen Zeitressourcen möglich bei einigen der nächsten Schritte konkret mitzuarbeiten bzw. eigene Ideen einzubringen.

In allen Anliegen freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme:

Waltraud Salzger: 0676/ 8742 6206, waltraud.salzger@graz-seckau.at.

Wir freuen uns auf diesen gemeinsamen Weg!

Weitere Informationen:
Information Pilotpfarre Herz Jesu – November 2016
Information-Pilotpfarre Herz Jesu, Mai 2016
Vision – Pilotpfarren