Unsere Orgel

In der Oberkirche befindet sich eine dreimanualige Walcker-Orgel. Das in seiner Klangvielfalt romantisch angelegte Werk zählt mit 52 Registern zu den klanggewaltigsten Orgeln von Graz. Die Orgel wurde 1889 als op. 550 von der Firma E. F. Walcker & Cie. in Ludwigsburg/Deutschland erbaut. Es handelt sich um ein zweimanualiges Werk mit mechanisch gesteuerten Kegelladen. 1941 erfolgte ein Umbau durch Walcker (op. 2736), in dem die Orgel auf drei Manuale vergrößert und auf elektrische Trakturen umgestellt wurde. Ein weiterer Umbau, verbunden mit umfangreichen Instandsetzungsarbeiten, durch Walcker geschah 1991. Das Rückpositiv wurde dabei vollständig erneuert (Schleiflade), ebenso der Schwellkasten, der Spieltisch und die gesamte Elektrik/Elektronik des Instrumentes (48-fache Setzerkombination).

Die 1781 von Johann Eberhard Walcker (1756–843) gegründete Werkstatt wurde von seinem Sohn Eberhard Friedrich Walcker (1794–1872) 1821 neu etabliert und gewann schnell internationalen Ruf. Eberhard Friedrich wurde zu einem der Hauptvertreter des romantischen Orgelbaus und bildete viele Schüler aus. Seine fünf Söhne Heinrich (1828–1903), Friedrich (1829–1895), Carl (1845–1908), Paul (1846–1928) und Eberhard (1850–1926) bestimmten nach 1872 die Firmengeschichte und konnten die erfolgreiche Firmenpolitik fortsetzen. Die Firma errichtete vor 1900 in Graz fünf Orgeln (Stefaniensaal 1885, Herz Jesu 1889, Musikverein 1892, Barmherzigenkirche 1893 und Neues Stadttheater 1899). Nur die Werke in der Barmherzigenkirche und Herz-Jesu sind erhalten geblieben.

Disposition

Erstellt durch OBM Wolfgang Rehn/Orgelbau Kuhn AG/Männedorf (CH) im November 2012

*1 Pfeifen von 1889
*2 Pfeifen von 1941
*3 Pfeifen von 1991

II. Hauptwerk C – g 3
1. Prinzipal *1 16 ‚
2. Prinzipal *1 8 ‚
3. Oktave *1 Innenpfeifen 8 ‚
4. Gemshorn *1 8 ‚
5. Bourdon *1 8 ‚
6. Salicional *1 8 ‚
7. Quintatön *2 8 ‚
8. Oktave *1 4 ‚
9. Gemshorn *1 4 ‚
10. Rohrflöte *1 4 ‚
11. Quinte *1 2 2/3 ‚
12. Prinzipal *1 – Auszug Mixtur Maj. 2 ‚
13. Mixtur Major 6-fach *1, 2, 3
14. Mixtur Minor 4-fach *3
15. Trompete *2 8 ‚
16. Clairon *2 4 ‚

I. Rückpositiv C – g 3
1. Grobgedackt *1, 2 8 ‚
2. Ital. Prinzipal *3 4 ‚
3. Nachthorn *2 4 ‚
4. Prinzipal *3 2 ‚
5. Sesquialter *3 2 2/3 ‚ + 1 3/5 ‚
6. Larigot *3 1 1/3 ‚
7. Scharff 5-fach *3
8. Krummhorn *3 8 ‚
Tremulant

III. Schwellwerk C – g 3
1. Quintatön *1 16 ‚
2. Flötenprinzipal *1 8 ‚
3. Konzertflöte *1 8 ‚
4. Aeoline *1 8 ‚
5. Voix celeste *1 8 ‚
6. Nachthorn *2 8 ‚
7. Oktave *1 4 ‚
8. Traversflöte *1 4 ‚
9. Blockflöte *2 4 ‚
10. Schwiegel *2 2 ‚
11. Terz *2, 3 1 3/5 ‚
12. Quinte *2, 3 1 1/3 ‚
13. Sifflöte *2, 3 1 ‚
14. Cymbel 3-fach *2, 3
15. Mixtur 5-fach *1, 2, 3
16. Dulcian *2 16 ‚
17. Trompete *2 8 ‚
18. Schalmey *2 4 ‚
Tremulant

P. Pedal C – f 1
1. Untersatz (Transm. Subbass 16 ‚ *3) 32 ‚
2. Prinzipal *1 16 ‚
3. Offenbass *1 16 ‚
4. Subbass *1 16 ‚
5. Gedackt *1 16 ‚
6. Oktavbass *1 8 ‚
7. Flötenbass *1 8 ‚
8. Choralbass *1 (urspr. 8 ‚) 4 ‚
9. Mixtur 5-fach *1 (teilw.)
10. Posaunenbass *2 16 ‚
11. Dulcianbass (Transm. SW) 16 ‚
12. Basstrompete (Transm. SW) 8 ‚
13. Oboe (Transm. SW) 4 ‚

Spielhilfen
Einzelzungenabsteller
Tremolo SW und RP Einstellung
Setzer A-F
4 geteilte Setzer (Manual Drücker unter Klaviatur, Pedal-Pistons)
8 Generalsetzer (Drücker und Pistons)
Setzknopf, Tutti, Generaltutti, Auslöser
Crescendo
Schweller III. Manual
General Zungen ab
Handregister ab
Crescendo ab

Koppeln
RP/HW, SW/HW, SW/RP
HW/PED, RP/PED, SW/PED
Super SW/PED
Super SW/HW
Super SW
Sub SW/HW
Sub SW
Direkt SW ab

Elektrische Spiel- und Registratur, Kegelladen, Rückpositiv Schleiflade