Gottesdienste

Heilige Messen

Sonntag:
9:30h und 10:45h (Die Messe um 10:45h kann an Feiertagen entfallen)

In den Sommerferien nur um 9:30h.

Die Gottesdienste finden vom 1. Adventsamstag bis Freitag vor dem Palmsonntag in der Unterkirche und von Palmsonntag bis zum Freitag vor dem 1. Adventsonntag in der Oberkirche statt.

Wochentag:
Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag 18:30h
Donnerstag 8:30h

In der Ferienzeit finden die Wochentagsmessen nicht regelmäßig statt.

Laudes (Morgenandacht):
Dienstag bis Samstag 7:00h

Aktuelle Gottesdienste:

11.11.2018 – 18.11.2018
18.11.2018 – 25.11.2018

 

Ab September 2018 gibt es in der Herz-Jesu Kirche bei der sonntäglichen
Eucharistiefeier eine kleine Neuerung, und zwar eine Gabenprozession. Die
beiden Gaben, Brot (Hostien) und Wein, werden von Gläubigen am Beginn der
Gabenbereitung durch den Mittelgang nach vorne zum Priester gebracht. – Alle
Gottesdienstbesucher/innen, die zur Kommunion gehen wollen, sollen dazu beim
Betreten der Kirche eine Hostie in dafür bereitgestellte Schalen legen, die
sich an zwei Stellen befinden: hinten im Mittelgang und  rechts vorne beim
Seiteneingang. 
Was ist der Sinn dieser Neuerung? 
Wir wollen dadurch Anregungen des Zweiten Vatikanischen Konzils für die
Erneuerung der Liturgie aufgreifen. In der Einführung zum Messbuch finden
sich folgende Empfehlungen für eine erneuerte Liturgie: die Gläubigen sollen
sich aktiv an der Feier der Eucharistie beteiligen (participatio actuosa);
die eucharistische Speise soll besser als Brot erkennbar sein; das
eucharistische Brot soll in mehrere Teile gebrochen werden, sodass die
Gläubigen tatsächlich an dem „einen“ Brot teilhaben; die Hostien, die
kommuniziert werden, sollen alle in der jeweiligen Messfeier konsekriert
(gewandelt) und nicht von einem Vorrat im Tabernakel geholt werden. 
Durch eine solche Gabenprozession sollen die Gläubigen sich aktiver an der
Eucharistie beteiligen und es soll sichtbar werden, dass bei der Feier jene
Gaben gewandelt werden, die zuvor nach vorne gebracht worden sind.
Eine solche Prozession kann helfen, den Eindruck zu überwinden, dass Geld
die einzige Gabe ist, die regelmäßig zum Altar gebracht wird, so als wäre
die Kirche hauptsächlich an pekuniären Gaben interessiert. Das Entscheidende
sind die eucharistischen Gaben!
Dahinter steht eine liturgische Praxis des ersten Jahrtausends, die
allerdings ab dem Mittelalter nach und nach in Vergessenheit geriet: die
Gläubigen brachten viele Gaben mit, auch Essbares, teilweise wurde es an
Arme verteilt, teilweise als Brot für die Eucharistie verwendet. –
Übriggeblieben ist von all dem nur die Sammlung von Geld. 
Die Gaben von Brot und Wein, so machen die sogenannten „Darbringungsgebete“
des Priesters deutlich, stehen für unser Leben. Sie sind „Frucht der Erde
und der menschlichen Arbeit“, wie es heißt. Tatsächlich muss unser ganzes
Leben, mit seinen Mühen und seinen Freuden, auf den Altar gelegt werden, um
gewandelt werden zu können. – Die Wandlung des Lebens, unserer Welt, ist der
tiefere Sinn der Eucharistiefeier. Diese ist nicht ein isoliertes, magisches
Geschehen auf dem Altar. 
Auf meiner Reise nach Äthiopien vor zwei Jahren wurde uns neben einer
Felsenkirche in Lalibela auch eine kleine benachbarte Höhle mit einer Tür
und hellen Fenstern gezeigt: die Backstube für das eucharistische Brot, das
dort jeweils vor der Eucharistiefeier frisch gebacken wurde. Auch in der
Ostkirche wird das Brot jeweils frisch vor der sonntäglichen
Eucharistiefeier von einer Familie gebacken und mitgebracht – ein schönes
Symbol für die unmittelbare Beteiligung, für das Involviertwerden des
Menschen und seines Alltags in die eucharistische Feier.   Walter Schaupp