Füreinander beten

Füreinander beten – eine Aktion des Liturgiekreises

Bis zum 13. Jänner wird neben dem Schriftenstand in der Unterkirche eine Holzbox stehen. Wann immer sie in die Kirche kommen haben Sie die  Möglichkeit  ein Anliegen auf einen Zettel zu schreiben oder auch ein Gebetsanliegen aus der Box mitzunehmen und dann dafür und für den Menschen der es geschrieben hat zu beten.

Füreinander beten – das war von Anbeginn ein Kennzeichen der christlichen Gemeindschaft. Die ersten Gemeinden, die weit verstreut im römischen Reich lebten, standen miteinander über Briefe in Kontakt und sie beteten füreinander.

Zum Beispiel der Apostel Paulus: Er saß wegen seines Glaubens im Gefängnis. Von dort schickte er einen Brief an seine Gemeinde in Philippi. Und als erstes schrieb er: „Ich bete für euch. Ich danke Gott für die Gemeinschaft, die wir haben. Ich denke an euch. Ich tue das oft und ich tue das mit Freude. Ich habe euch in meinem Herzen.“

Skeptiker fragen wahrscheinlich: Kann beten etwas bewirken?

Ob es etwas bewirkt kann nicht bewiesen werden. Vielleicht wirkt es anders, als wir es uns denken. Vielleicht sogar anders, als wir es uns wünschen.

Beten heißt nicht, meine Wünsche erfüllt zu bekommen.

Beten heißt: Ich lege meine Wünsche, Anliegen und Sorgen in Gottes Hände.

Und dort können sie sich verändern.

Bete ich zum Beispiel für meine Kinder, dann verbindet mich das mit vielen anderen Eltern auf der Welt, die ebenfalls ihre Kinder Gott  anvertrauen. Das macht mich wach dafür, dass ich nicht alleine bin mit dem, was mir wichtig ist.

Ist es nicht wunderbar, dass auch in Zeiten von Internet und Smartphone Menschen füreinander beten und auf diese Verbindung vertrauen, die entsteht, wenn wir sagen:

„Bete für mich“. Oder: „Ich bete für dich“